Bürgerinitiative im Umwelteinsatz am Industriegelände gate.ruhr

Redaktionsleiterin
Die Bürgerinitiative Hamm/Sickingmühle, die jetzt Marl MUTIG heißt, bei ihrer Aufräumaktion am gate.ruhr-Gelände.
Die Bürgerinitiative Hamm/Sickingmühle, die jetzt Marl MUTIG heißt, bei ihrer Aufräumaktion am gate.ruhr-Gelände. © privat
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Am Rand des neuen Industrieparks gate.ruhr waren Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) mit großen Müllsäcken unterwegs, um Unrat von Wegen und aus dem Wäldchen zu holen. Diese Aktion nahmen die Marlerinnen und Marler auch zum Anlass, sich einen neuen Namen zu geben. Ab jetzt heißt die Initiative „Marl MUTIG“. „Das MUTIG steht für Menschen, Umwelt, Tiere in Gemeinschaft“, erklärt die Mit- Initiatorin Melanie Rolfs.

„Unsere BI möchte auf gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen setzen und auf aktive Bürgerbeteiligung.“ Natur und Artenvielfalt im Marler Norden zu schützen, ist das Anliegen der Bürgerinitiative. „Gerade jetzt in Zeiten der extremen Hitzewelle hat man gemerkt, wie unentbehrlich der Wald ist“, betont Melanie Rolfs.

Bepflanzung am Regenrückhaltebecken

Die Bürgerinitiative schlägt unter anderem Bepflanzungen an den neuen Regenrückhaltebecken in Marl-Hamm vor. Sie legt der Stadt Marl auch nahe, nicht wie geplant weitere Bäume an der Carl-Duisberg-Straße fällen zu lassen.

„Gate.ruhr kann mit richtigem Ansatz ein Leuchtturm Projekt werden für die Region“, sagt Melanie Rolfs. Mit ihrer Umweltaktion wolle die Initiative Signale senden, dass dabei der Erhalt von Waldflächen, Sauberkeit und Achtsamkeit nicht vergessen werde. Die BI wünscht sich außerdem Sitzgelegenheiten für Anwohner, Mülleimer und Wildwechsel-Schilder sowie ein Tempolimit im Wald.

Am Rande des künftigen Industrieparks gate.ruhr sammelten die Mitglieder der BI bei ihrer Umweltaktion Müll ein.
Am Rande des künftigen Industrieparks gate.ruhr sammelten die Mitglieder der BI bei ihrer Umweltaktion Müll ein. © privat