Standortleiter Bernhard Vendt blickt vom Dach des Evonik-Hochhauses über den Chemiepark. Im Hintergrund ist das alte Kohlekraftwerk 1 zu sehen. © Meike Holz
Fossile Brennstoffe

Mit Kohle aus der Energiefalle: So liefert der Marler Chemiepark Fernwärme

Eigentlich hätte das „Kraftwerk 1“ längst abgeschaltet werden sollen, doch seitdem die Gasversorgung unsicher geworden ist, kommt der Veteran zu neuen Ehren. Die Zukunft heißt Wasserstoff.

Sein Kamin ragt 250 Meter in die Höhe. Ein Veteran der Industriegeschichte, der eigentlich schon zum alten Eisen gehört, erweist sich jetzt als Fels in der Brandung: Das „Kraftwerk 1“, das letzte Steinkohlekraftwerk im Chemiepark Marl, hätte planmäßig bereits im Frühjahr 2022 endgültig abgeschaltet werden sollen. Doch die explodierenden Gaspreise und der Krieg in der Ukraine sorgen dafür, dass im Chemiepark weiter Kohle für den so wichtigen Prozessdampf verfeuert wird. Das spart reichlich Gas und sorgt für Versorgungssicherheit in Krisenzeiten, für die chemische Produktion, aber auch für tausende Fernwärmekunden in Marl.

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Redakteur
Jahrgang 1963, In Marl-Lenkerbeck geboren und aufgewachsen, in Münster studiert, dann zurück nach Marl. Seit 31 Jahren im Dienst des Medienhauses Bauer. Jetzt zurück in der Marler Lokalredaktion. Verheiratet, zwei Kinder, leidenschaftlicher Radfahrer, interessiert an den Menschen vor Ort.
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