Hundesteuer entfällt

Rat entscheidet: Zahlungsbefreiung für geprüfte Rettungshunde

Neuerung betrifft in Marl drei Tiere in der Haltung von Privatpersonen. Finanzielle Dankesgeste der Stadt für die Ausbildung und Haltung spezialisierter Tiere.
Bilder von Rettungshunden im Einsatz gehen bei Katastrophen um die Welt - wie hier nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut 2020. © dpa

Mit einer Änderung der Hundesteuersatzung beschäftigte sich Marls Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Ergebnis: Hunde, die als Melde-, Sanitäts- oder Rettungshunde zum Einsatz kommen, sind künftig von der Hundesteuer befreit.

Die Tiere werden damit Hunden gleichgestellt, die z. B. blinden Menschen oder anderweitig hilflosen Personen bei der Alltagsbewältigung helfen.

Der Beschluss im Rat wurde bei einer Enthaltung von Einzelmitglied Karsten Scholz-Weigl einstimmig gefasst.

Der Steuerausfall durch die Satzungs-Anpassung ist für die Stadt Marl höchst überschaubar. In der Sitzungsvorlage ist von drei Rettungshunden in privater Haltung die Rede, demnach betragen die finanziellen Auswirkungen 0,01 Prozent des Steueraufkommens.

Prüfungsnachweis muss vorliegen

Gleichwohl ist die Steuerbefreiung (rückwirkend zum 1. Januar 2021) mit Auflagen verbunden – für die Tiere muss der Prüfungsnachweis eines anerkannten Verbandes vorlegt werden. Der Verzicht auf Hundesteuer gilt für ein Jahr, im Verlängerungsantrag muss nachgewiesen werden, dass das Tier auch weiterhin als Rettungshund eingesetzt wird.

Der Vorstoß der Marler Stadtverwaltung zielt darauf ab, dass das Ausbilden und Halten von Rettungshunden in privater Hand zumindest ein wenig finanzielle Kompensation erfährt.

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