Vor zehn Jahren in Oer-Erkenschwick Einbrecher klauen Rohre und fluten die Gaststätte „Pieper“

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Mit mehreren Pumpen musste die Feuerwehr den Keller der Gaststätte „Pieper“ leer pumpen.
Mit mehreren Pumpen musste die Feuerwehr den Keller der Gaststätte "Pieper" leer pumpen. © Archiv (Pieper)
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Täglich blicken wir für Sie zurück: Was geschah vor zehn Jahren? Was bewegte die Bürger in Oer-Erkenschwick? Vor einem Jahrzehnt wurde das Ex-Gasthaus unter Wasser gesetzt; Einbrecher stahlen Rohre aus dem Keller der früheren Gaststätte Pieper.

Eigentlich wollte die Eigentümerin nur nach der Heizung in dem mehr als 160 Jahre alten Fachwerkhaus an der Esseler Straße sehen. Doch dann hörte sie im Keller Wasser rauschen. Doch das ist nicht die einzige üble Überraschung, die Diebe und Einbrecher in diesen Tagen bereiten. Eine Woche zuvor waren bereits Regenrohre von der Fassade verschwunden.

Kupferrohre abmontiert

Die Feuerwehr war fast zwei Stunden an der Kreuzung Esseler-/Groß-Erkenschwicker-Straße im Einsatz. Mit Pumpen saugte sie die Wassermassen aus dem gemauerten Keller. Polizeibeamte konnten am Tatort nur die Spuren eines Einbruchs sichern. Die Polizei berichtet: „Wie unsere Kollegen vor Ort feststellten, stand der Keller unter Wasser, weil Kupferrohre abmontiert worden sind.“

Mittlerweile ist die Traditionsgaststätte „Zur Linde“, die im Volksmund gerne nach den Besitzern „Pieper“ genannt wurde, Geschichte. Im Mai 2018 wurde das marode Fachwerkgebäude abgerissen. Mittlerweile steht auf dem Gelände ein Mehrfamilienhaus. Doch der Name bleibt in Erinnerung, denn die Straßenkreuzung heißt bei den Oer-Erkenschwicker bis heute „Kreuzung Pieper“.