Vor zehn Jahren in Oer-Erkenschwick Schwan Ferdinand fiel vom Himmel

Ein Schwan fliegt übers Wasser.
Ein Schwan sorgte 2013 für Aufregung in Oer-Erkenschwick. © picture alliance/dpa
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Täglich blicken wir für Sie zurück: Was passierte im Jahr 2013 in Oer-Erkenschwick? Welche Themen beherrschten die Schlagzeilen, worüber wurde gesprochen? Heute: Wie ein Polizist zu einem Schwan kam.

Im Januar 2013 bog der Polizeibeamte Benedikt Wielk auf die Königsberger Straße ein – und etwas plumpste aus heiterem Himmel auf sein Autodach. Ein großer hellbrauner Vogel war es. Der junge Schwan rappelte sich auf und watschelte weiter, allerdings etwas planlos, auf der Straße.

Schwan Ferdinands Reise führt nach Hattingen

Nach zehn Minuten griff Wielk ein: „Sonst wäre der Schwan womöglich noch unter die Räder gekommen“, befürchtete er. Als Naturfotograf kannte sich der Oer-Erkenschwicker mit Tieren gut aus. Wielk lotste das nicht mehr flugfähige Federtier in den Garten und alarmierte den Tierschutzverein, während seine zweijährige Tochter Mia große Augen machte.

Die damalige Tierschutzverein-Vorsitzende Verena Schneider machte sich auf den Weg. Als sie eintraf, hatte der Schwan schon einen Namen: Ferdinand. Verena Schneiders Diagnose lautete: „Der Schwan ist abgestürzt, weil er zu schlapp ist. Das passiert schon mal, wenn die Jungvögel im Winter versuchen, von einem Teich zum anderen zu fliegen.“ Bevor er weiterziehen durfte, musste Ferdinand einige Monate auf der Tieraufzuchtstation „Paasmühle“ in Hattingen bleiben.