Katholische Kirche

„Christlicher Menschenbegleiter“ verlässt Recklinghausen

Seine Ausbildung zum Pastoralreferenten hat Dr. Philipp Winger in der Gemeinde St. Peter in Recklinghausen absolviert. Im August wechselt er in die Pfarrei Heilige Edith Stein in Marl.
Dr. Philipp Winger hat seine Ausbildung zum Pastoralreferenten in Recklinghausen beendet und startet am 9. August in der Pfarrei Heilige Edith Stein in Marl. © Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Er ist in Herne aufgewachsen, hat in Bochum studiert und in Recklinghausen seine Ausbildung zum Pastoralreferenten in St. Peter absolviert. Dr. Philipp Winger bleibt dem Ruhrgebiet weiter treu. Denn ab 9. August unterstützt der 33-Jährige das Seelsorgeteam in der Marler Pfarrei Heilige Edith Stein. „Ich freue mich, dass ich in der Region bleibe, aus der ich komme“, sagt Winger.

Vielfältig hat sich Winger in seiner Herner Heimatgemeinde engagiert. Nach der Erstkommunion hat er regelmäßig die Messe besucht. „Ich komme nicht aus einem typisch katholischen Elternhaus. Als meine Schwester zur Erstkommunion gegangen ist, habe ich mich entschieden, Messdiener zu werden. Mich haben der Glaube und das Vertrauen in Gott gestärkt.“ Gemeinsam mit seiner Frau Johanna hat er regelmäßig einen inklusiven Treffpunkt organisiert. „Es war bereichernd, mit den Menschen mit Handicap zusammen zu sein und ihnen etwas Gutes zu tun.“ Zunächst studierte er Geschichte und Theologie auf Lehramt und schloss nach dem Master eine Promotion in Liturgiewissenschaften an. „Das theologische Arbeiten hat mich interessiert. In meiner Doktorarbeit habe ich mich mit der Firmung aus liturgischer Sicht beschäftigt und Gebetstexte sowie Riten analysiert, um dem Wesenskern der Firmung näher zu kommen.“ Parallel begann er im Oktober 2016 als pastoraler Mitarbeiter in St. Peter.

Menschen bringen Seelsorgern Wohlwollen entgegen

Der intensive Kontakt mit den Menschen und die Vielfalt der Aufgaben in der Seelsorge reizen Winger. „Besonders in der Krankenkommunion wird der Kontakt zu den Menschen und ihrem Glauben sehr persönlich.“ Es freue ihn, dass Seelsorgenden trotz aller Krisen in der katholischen Kirche viel Wohlwollen entgegengebracht werde. Er sei ein christlicher Menschenbegleiter. „Das verstehen die Menschen vielleicht besser als die Berufsbezeichnung Pastoralreferent. Das Christliche ist unsere Überzeugung und zeigt sich in unterschiedlichen Formen vom Gespräch bis zum Gottesdienst.“

Sein Herz schlage besonders für die Messdienerarbeit und das soziale Engagement. „In Hochlarmark war ich Ansprechpartner für Ehrenamtliche sowie für Besucher in einem Café für Geflüchtete. Das war ein sehr gutes Miteinander“, berichtet er. Winger, der mit seiner Ehefrau nach Marl ziehen möchte, fährt in seiner Freizeit gern Fahrrad, ist Fan von Rot-Weiss Essen und kickt auch selbst in einer Hobbymannschaft. Er freut sich auf die neuen Aufgaben in Marl. „Wir leben im säkular geprägten Ruhrgebiet nicht in einer nur katholischen Welt. Und trotzdem ist das Umfeld am Dialog interessiert.“

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