Lkw-Fahrer auf Umwegen

Der Südstadt droht noch mehr Verkehr

Wegen der nach wie vor für Lkw gesperrten A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal hat der Verkehr auf Recklinghausens Straßen zugenommen. Und es dürfte noch schlimmer kommen.
Der Verkehr auf der Bochumer Straße hat spürbar zugenommen. © Jörg Gutzeit (Archiv)

Autofahrer auf der A43 müssen neuerdings mit einer weiteren Komplikation klarkommen. Sie kommen im Kreuz Herne von Recklinghausen aus kommend nicht mehr auf die A42 in Fahrtrichtung Dortmund. Ein ganzes Jahr lang. Die Stadt rechnet mit weiteren Ausweichverkehren in Recklinghausen. „Es wird unweigerlich zu mehr Verkehr im Stadtgebiet kommen“, erklärt Isabel Wessels von der Pressestelle im Rathaus. „Wie viel, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.“

Betroffen vom Mehraufkommen sei derzeit vor allem die Bochumer Straße. Der CDU-Verkehrsexperte Heinz-Bernd Einck verweist auf eine Zählung, nach der der Lkw-Verkehr auf der Süder Hauptverkehrsachse um 30 Prozent zugenommen habe, seitdem die A43-Kanalbrücke für Brummis gesperrt ist.

Rückstaus gebe es zudem auf den Parallelstrecken zur Bochumer Straße, etwa auf der Hochstraße und Westfalenstraße. Isabel Wessels: „Vonseiten der Stadt achten wir deshalb darauf, dort keine zusätzlichen Sperrungen einzurichten, um das Verkehrsaufkommen zu entlasten.“

Auch weitere Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden. So habe die Stadt die Vorrangschaltung für Busse an Ampeln zurückgenommen und Gewerbegebiete mit zusätzlichen Schildern besser für Lkw-Fahrer kenntlich gemacht.

In der kommenden Woche will die Autobahn GmbH das Ergebnis der Belastungsprobe der Autobahnbrücke mitteilen. Im verkehrstechnisch schlimmsten Fall wird die A43 auf Höhe der baufälligen Brücke komplett gesperrt. CDU-Mann Einck hofft, dass zumindest ein Fahrstreifen befahrbar bleibt.

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