Landgericht Bochum

Nach Prozess-Abbruch: Mutmaßlicher „Messer-Rentner“ wieder aufgetaucht

Ein Rentner aus Süd soll Nachbarskindern mit einem Messer hinterhergehetzt sein. Ein erster Prozess platzt, weil der Senior kurz vor dem Urteil nicht mehr erscheint. Nun ist er wieder da.
Der Prozess um eine mutmaßliche Hammerattacke bei „Curry Heini“ läuft am Bochumer Landgericht. © dpa

Der vor einem Monat überraschend abgebrochene Prozess um mutmaßliche Morddrohungen gegen spielende Kinder durch einen Rentner aus Süd soll im September neu starten. Der zeitweise „verschwundene“ Angeklagte ist wieder aufgetaucht. Der 69-Jährige soll tagelang im Keller gehaust haben.

Der Rentner war Ende Juni am planmäßig letzten Verhandlungstag nicht im Bochumer Landgericht erschienen. Sein Verteidiger Olaf Krekeler hatte eigentlich mit ihm zum Prozess fahren wollen. Zum vereinbarten Treffen war der Recklinghäuser aber nicht erschienen. Die Richter hatten die Verhandlung daraufhin abgebrochen.

Wenn der Prozess im September neu beginnt, dürften die Vorwürfe gegen den mutmaßlichen „Messer-Rentner“ erweitert worden sein. Kurz vor dem Abtauchen des 69-Jährigen war nämlich ein weiterer Zwischenfall bekanntgeworden. Wie es hieß, soll der Senior eine Nachbarin mit einem Schraubendreher bedroht haben.

Laut der ursprünglichen Anklage hat der Rentner im Juli 2019 spielenden Kindern im Hof seines Wohnhauses mit einem Messer in der Hand zugerufen: „Verpisst euch ihr Ar…löcher, sonst schlitze ich euch die Kehlen durch!“.

Der Senior ist wegen einer Auseinandersetzung in der Nachbarschaft seiner alten Wohnung bereits einschlägig vorbestraft. Dem 69-Jährigen droht die Zwangseinweisung in die Psychiatrie.

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