Recklinghausen bekommt in Kürze zwei neue Fahrradstraßen

Ein Radler ist von hinten auf der Annastraße in Recklinghausen zu erkennen, links steht ein Wegekreuz, rechts ein Zaun
Mehr Platz (und Rechte) für Radler: Die Annastraße in Recklinghausen wird zur Fahrradstraße. © Jörg Gutzeit
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Bislang sind es 22, mit Panhütterweg und Annastraße erhöht sich die Zahl der Fahrradstraßen in Recklinghausen auf 24. Die gesamte Fahrbahn wird zum Radweg. Anderen Fahrzeugen ist es nicht erlaubt, dort zu fahren – es sei denn, es gibt entsprechende Schilder. Auf Fahrradstraßen geben Radfahrer das Tempo vor, andernfalls gilt ein Limit von 30 km/h. Radler dürfen nebeneinander fahren, dennoch gilt das Rechtsfahrgebot. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen nur mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern überholen. Fußgänger, Inlineskater und Rollschuhfahrer müssen Bürgersteige oder Seitenstreifen benutzen.

Ansicht des Pannhütterwegs in Recklinghausen
Auch hier sollen Radler künftig Vorrang haben: der Panhütterweg in Recklinghausen © Jörg Gutzeit

Gegenseitige Rücksichtnahme wird auf Fahrradstraßen großgeschrieben. „Gerade in Bereichen, in denen es keinen separaten Gehweg gibt, ist Vorsicht geboten“, sagt Mandy Winkel, Sachgebietsleiterin Verkehrsplanung bei der Stadt Recklinghausen. „Wir wollen möglichst viele Menschen davon überzeugen, vom Auto häufiger aufs Rad umzusteigen. Das kommt nicht nur dem Stadtklima zugute, sondern auch der Gesundheit“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.

Die Ausweisung der Fahrradstraßen stehe im Einklang mit dem Mobilitätsentwicklungskonzept, das die Verwaltung derzeit erarbeitet. Eine attraktive und sichere Radinfrastruktur soll eine der Grundlagen bilden. Zuletzt waren Elper Weg, Randebrockstraße, Spanenkamp, Ebbinghäuser Straße, Franziskanerstraße, Am Leiterchen, Nonnenbuschweg, Robertstraße sowie Beisinger Weg als Fahrradstraßen hinzugekommen. Die Regeln im Überblick gibt es auf der Internetseite der Stadtverwaltung.