Riesiger Wal mitten in Recklinghausen: Greenpeace-Protest gegen Gasprojekt

Ein Buckelwal springt aus dem Meer und lässt sich mit dem Rücken wieder auf die Oberfläche fallen.
Einen ausgewachsenen Buckelwal, wie hier auf dem Bild zu sehen, haben die Umweltschützer von Greenpeace am Dienstag (30.8.) zwar nicht dabei, wenn sie am Rathaus demonstrieren. Aber ihre aufblasbare Variante ist immerhin 16 Meter lang. © dpa
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Mit einem 16 Meter langen aufblasbaren Wal protestiert die Umweltorganisation Greenpeace am Dienstag (30.8) auf dem Rathausplatz in Recklinghausen. Zwischen 10 und 17 Uhr soll mit dem riesigen Wal auf ein geplantes Gasbohrprojekt vor der Küste Westaustraliens und den damit verbundenen Bau einer 430 km langen Pipeline aufmerksam gemacht werden.

Mit der Protestaktion fordere Greenpeace die beteiligen Unternehmen RWE und Uniper auf, aus dem Gasprojekt auszusteigen und die Umweltzerstörung zu beenden. So könne die Fehlentwicklung noch gestoppt werden.

Tödliche Gefahr für Meeresbewohner

Das Projekt bedrohe die empfindliche Unterwasserwelt Westaustraliens mit Korallenriffen und Seegraswiesen. Unzählige Meereslebewesen könnten geschädigt oder getötet werden. Die geplante Pipeline würde unter anderem die Wanderroute von Buckelwalen und ein wichtiges Brutgebiet von Meeresschildkröten kreuzen. Außerdem werde so die Klimakrise befeuert.

„Die beiden deutschen Konzerne RWE und Uniper wollen mit Abnahmeverträgen das LNG-Gasprojekt des australischen Energiekonzerns Woodside Energy Trading Singapore maßgeblich unterstützen“, so die Pressemeldung von Greenpeace. „Dieses Gas wäre für Deutschland aber frühestens ab 2025 verfügbar und kann damit nichts zur aktuell drohenden Versorgungskrise beitragen“, heißt es weiter.