Ein schrecklich gutes Jahr

Stadtwerke übertreffen die „Zielvorgabe“

Ein Jahr lang sind die Stadtwerke Recklinghausen nun schon am Markt, und auch wenn keine konkreten Zahlen genannt werden, so wird doch deutlich, dass das Geschäft sehr gut angelaufen ist.
So ging’s vor einem Jahr an der Münsterstraße los, mit Gelsenwasser-Chef Henning R. Deters , Bürgermeister Christoph Tesche und den Geschäftsführern Dirk Wessling und Ekkehard Grunwald. © Oliver Kleine

Dabei war es alles andere als ein leichtes Jahr, das die jungen Recklinghäuser Stadtwerke hinter sich gebracht haben. Als am 25. September 2020 das Kundenbüro an der Münsterstraße 22 bezogen wurde, war die Corona-Pandemie gefühlt schon im Abklingen und niemand rechnete mit einem weiteren strengen Lockdown. Doch am 16. Dezember war es so weit, wie sich Dirk Wessling als einer der beiden Geschäftsführer erinnert: „Wir hatten gerade erst aufgemacht und konnten schon wieder schließen.“ Und das für Monate.

Doch die Kunden kamen trotzdem: „Selbst mit geschlossenem Kundenbüro haben wir täglich neue Verträge über Telefon und E-Mail abgeschlossen“, erklärt Wessling weiter. Und der Aufwärtstrend ist stabil: „Wir wachsen kontinuierlich und sind sehr zufrieden mit der Kundenakquise.“ Wobei den Stadtwerken die aktuelle Marktentwicklung durchaus entgegenkommt, wie Wessling erläutert: „Die Energiepreise sind gestiegen, da kommen viele Bürger zu uns und bitten um ein alternatives Angebot.“

Konsequentes Angebot von klimaneutraler Energie

Konkrete Zahlen zu den Vertragsabschlüssen verrät der Geschäftsführer naturgemäß nicht, aber die einstmals von städtischer Seite formulierte Vorgabe von 5500 Verträgen in den ersten drei Jahren kann er dann doch ziemlich eindeutig kommentieren: „Das schaffen wir garantiert, und zwar schon lange vor Ablauf der drei Jahre. So viel kann ich dann schon verraten.“ Das konsequente Angebot klimaneutraler Energie kommt offenbar an.

Zur Jahresfeier waren alle Bürger auf eine Waffel in der Münsterstraße 22 eingeladen, und wer wollte, konnte einen kleinen Betrag für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst spenden. Die Stadtwerke selbst legten noch 1000 Euro drauf, sodass am Ende 1146 Euro zusammenkamen.

Und auch andere sollen profitieren, wie Ekkehard Grunwald, ebenfalls Geschäftsführer der Stadtwerke und Erster Beigeordneter der Stadt, erläutert: „Nächstes Jahr wird unsere große Fotovoltaik-Anlage auf der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule errichtet. Nach zwölf Monaten wird immer deutlicher, in welche Richtung die Stadtwerke gehen und wofür sie stehen. Auf diesem Weg sind wir weiter engagiert unterwegs“, so Ekkehard Grunwald.

Auch potenzielle Neukunden dürfen sich freuen, weil die Stadtwerke zum Geburtstag ihre Startaktion neu auflegen. Und das besagt, dass jeder, bis zum 30. November 2021 einen Energieliefervertrag unterschreibt, für ein halbes Jahr den Grundpreis spart.

Zudem wird die Förderung von privaten Fotovoltaik-Anlagen wieder aufgenommen: Wer immer eine solche in naher Zukunft errichten will, darf auf einen Zuschuss von 500 Euro hoffen. Dazu gibt’s in Kürze mehr.

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