Waldbrandgefahr: Stadt Recklinghausen sperrt Grill- und Feuerstellen

Feuer lodern nach einem Waldbrand
Ein Funke reicht: Auch in Recklinghausen herrscht derzeit akute Wald- und Flächenbrandgefahr. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
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Auch wenn es in den kommenden Tagen wieder Regen geben könnte: Die aktuell vorherrschende Hitze und anhaltende Trockenheit sorgen dafür, dass in Recklinghausen akute Waldbrandgefahr herrscht. Darum hat die Stadtverwaltung die Feuerstellen auf der großen Wiese im Stadtgarten sowie die Grillstelle am Rodelberg geschlossen. Auch auf anderen Flächen im Stadtgebiet sowie in Grün- und Parkanlagen und im Wald darf nicht gegrillt werden, offenes Feuer ist grundsätzlich verboten.

Grillplatz am Rodelberg in Recklinghausen
Vorsorglich gesperrt: der Grillplatz am Rodelberg. © Meike Holz (Archiv)

Rauchen ist in Recklinghausen in Wäldern verboten

„Derzeit herrscht bei uns Waldbrandgefahrenstufe vier“, sagt Ullrich Spor, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Recklinghausen. Auf trockenen Rasenflächen oder Lichtungen ist Rauchen gefährlich, im Wald sogar verboten. Das gilt nicht nur für Zigaretten, sondern auch für Wasserpfeifen oder Ähnliches. Zudem sollten Bürger keine Kippen einfach aus dem Auto, auf Felder, ins Gebüsch oder in den Wald werfen.

Wer zu Hause den Grill anschmeißen will, sollte diesen nicht auf den Rasen, sondern auf einen feuerfesten Untergrund stellen. Später ist darauf zu achten, dass die Grillkohle abgekühlt ist, ehe man sie in der Mülltonne entsorgt.

Apropos Müll: Abfall sollte nicht einfach irgendwohin geworfen werden. Und zwar nicht nur aus Umweltschutzgründen, sondern weil auch Glasflaschen oder Scherben schnell Brände auslösen können. Gleiches gilt für die heiße Abgasanlage von Autos, daher ist es ratsam, den Wagen nicht auf trockenen Wiesen abzustellen.

Wer einen Wald- oder Flächenbrand sieht, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Und zwar kostenlos und ohne Vorwahl. Über soziale Medien und Internetseiten werden keine Notrufe entgegengenommen. Und natürlich raten Feuerwehr und Rettungsdienst allen Bürgern dazu, bei großer Hitze ausreichend zu trinken, die direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, nur leichtes Essen zu sich zu nehmen und körperliche Anstrengungen möglichst zu vermeiden.

Feuerwehr Recklinghausen warnt vor der tödlichen Hitzefalle Auto

Außerdem warnt die Feuerwehr vor der Hitzefalle Auto: Bei hohen Temperaturen kann der Aufenthalt darin tödlich enden. „Lassen Sie keine Menschen oder Tiere im Auto zurück, nicht im Schatten und auch nicht für ‚nur‘ fünf Minuten“, sagt Feuerwehr-Chef Thorsten Schild. Selbst bei leicht geöffneten Fenstern können sich Fahrzeuge auch im Schatten innerhalb weniger Minuten so stark erhitzen, dass akute Lebensgefahr besteht. Bei 34 Grad Außentemperatur heizt sich der Innenraum innerhalb von 30 Minuten in der Sonne auf tödliche 50 Grad auf, nach einer Stunde sind es bereits 60 Grad.

Die Feuerwehr fackelt bei Gefahr nicht lange: „Befinden sich Menschen oder Tiere in einer Notlage, weil sie in einem Fahrzeug festsitzen, greifen wir unter Umständen gewaltsam ein, um Leben zu retten“, so Ullrich Spor.