André Gaudschun (l.) und Gerhard Heinz stehen vor ihren Ausstellungsstücken.
Zwei Hauptdarsteller der Ausstellung „Der Mensch dahinter“: André Gaudschun (l.) und Gerhard Heinz. © Jörg Gutzeit
Ausstellung als Appell – mit Video

Wenn Helfer Hilfe brauchen: „Es gibt Dinge, die du nicht mehr vergisst“

Wohl noch keine Ausstellung in der Rathaus-Galerie war so wichtig wie diese: Für „Der Mensch dahinter“ haben die Initiatoren Polizisten, Feuerwehrleuten und anderen Helfern intensiv zugehört.

Auch Gerhard Heinz ist einer, der umfangreich erzählt hat: Der Recklinghäuser hat früher bei Opel gearbeitet und ist inzwischen öfters mal im Stadtbild zu sehen – als Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Doch ungeachtet seiner noch recht kurzen Tätigkeit weiß er bereits: „Du nimmst ganz viele Dinge mit nach Hause.“ Da ist beispielsweise die Geschichte des vielleicht 13-Jährigen, den seine Kollegen und er schnell als Schulschwänzer enttarnt hatten. Es stellte sich heraus, dass der Junge bereits seit Tagen bei einem Freund schlief, weil ihn seine getrennt lebenden Eltern rausgeschmissen hatten – erst die Mutter, dann auch der Vater. Als sie den Jungen mitnahmen, „hat er so geweint, dass es mir das Herz brach. Ich hätte ihn am liebsten adoptiert“, erinnert sich Gerhard Heinz.

Intensive Interviews mit allen Beteiligten

Kot auf Polizeibeamte: Da war der Gipfel erreicht

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Ich bin Ur-Recklinghäuser, der die Stadt nur für das Studium Richtung Münster verlassen hat. Seit 1990 freier Mitarbeiter, seit 1992 fest angestellt. Rund 20 Jahre habe ich mich vor allem um Sport im Allgemeinen und Fußball im Speziellen gekümmert. Danach folgte eine Horizonterweiterung für alle Themen - und das mit Überzeugung.
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