Tornado

Aufräumen und Reparieren: Nach Tornados steht viel Arbeit an

Die Aufräumarbeiten nach Tornados in drei NRW-Städten werden noch länger dauern. In Paderborn wohnen einige Betroffene vorerst im Hotel. Das Land prüft Hilfen.
Die Aufräumarbeiten nach Tornados in drei NRW-Städten werden noch länger dauern.
Die Aufräumarbeiten nach Tornados in drei NRW-Städten werden noch länger dauern. © Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Nach den Tornados mit schweren Schäden im Osten Nordrhein-Westfalens gehen die Aufräum- und Reparaturarbeiten weiter. Schon am Samstag waren viele Dachdecker im besonders betroffenen Paderborn im Einsatz, um stark beschädigte Häuser zu reparieren. Weit mehr als 100 Gebäude weisen nach einer ersten Bilanz Sturmschäden auf, Betriebe im hohen zweistelligen Bereich hätten mit enormen Schäden zu kämpfen, hieß es von der Stadt Paderborn.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) dankte den Einsatzkräften und Helfern bei einem Besuch vor Ort und machte deutlich, dass die enormen Schäden nicht über Nacht beseitigt werden können. „Ganz, ganz herzlichen Dank für all das, was hier schon geleistet worden ist und auch in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch an Arbeit ansteht.“

Landesregierung prüft Hilfen

Wüst kündigte zudem an, dass die Landesregierung in den nächsten Tagen Hilfen prüfen werde. „Hier wird sehr vieles versichert sein. Und da, wo Bedarf ist, werden wir genau prüfen, wie wir helfen können. Wir haben ja auch Schäden an der öffentlichen Infrastruktur gesehen“, erläuterte der Regierungschef. Es müsse jetzt zunächst genau bewertet werden, wo Schäden nicht abgedeckt seien – vermutlich auch bei der öffentlichen Infrastruktur in den Kommunen, erklärte er.

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier (CDU) versicherte den Betroffenen: „Wir haben als Stadt gesagt, mit dem Kreis gemeinsam gehen wir in Vorleistung. Wir haben viele Familien in den Hotels untergebracht. Und wir haben ganz unkompliziert gesagt, wir werden uns hier als Stadt gemeinsam mit dem Kreis einbringen und unkompliziert die Lösungen voranbringen.“

Dreier berichtete von Bäumen und Ampeln, die wie Streichhölzer umgeknickt worden seien. Leitplanken seien wie Papierschnipsel durch die Luft geflogen. Aufgewirbelte Dachziegel hätten sich in die Fassaden benachbarter Häuser „gefressen“. Auch gingen viele Scheiben zu Bruch. Wohnungen seien zunächst unbewohnbar, Betriebe zerstört.

Gefährliche Tornados hatten am Freitag in mehreren Orten im Osten Nordrhein-Westfalens massive Zerstörungen angerichtet. Allein in Paderborn wurden 43 Menschen verletzt, darunter 13 schwer. Auch in Lippstadt im Kreis Soest und im Kreis Höxter bildeten sich Tornados, bestätigte der Deutsche Wetterdienst. In Lippstadt und Höxter lagen der Polizei keine Verletztenmeldungen vor.

dpa

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