Hubschrauber im Einsaz

Großeinsatz in Hagen: Giftige Schlangen, Skorpione und Spinnen laufen frei in einer Wohnung

Freilaufende, teils hochgiftige Tiere in einer Wohnung in Hagen haben einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Die Einsatzkräfte forderten sogar einen Hubschrauber an.
Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz. Die Tiere werden eingefangen und dann auf verschiedene Zoos verteilt. © Alex Talash

35 Reptilien in einer Wohnung in Hagen – darunter hochgiftige Tiere – sorgen in Hagen für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Auch Mitarbeiter des städtischen Veterinäramtes sind im Einsatz. Bei einer Kontrolle in einer Wohnung an der Ewaldstraße waren die Tiere aufgefallen.

Die Tiere liefen frei in der Wohnung und in einem Kellerraum umher. Von einer artgerechten Haltung könne nicht die Rede sei. Dabei, so die Auskunft der Stadt, hätte der Wohnungsinhaber die giftigen Tiere durchaus in der eigenen Wohnung halten dürfen.

Das allerdings hätte er beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) anmelden müssen. Und das war offenbar nicht geschehen. Auch die Bedingungen, unter denen die Tiere leben mussten, entsprechen offenbar nicht den Vorgaben des Tierschutzes. Seit dem 1. Januar gilt ein neues Gifttiergesetz in NRW.

Tiere werden auf umliegende Zoos verteilt

Unter den Tieren befinden sich offenbar Schlangen, Skorpione und Spinnen. Diese werden zurzeit von Experten der Feuerwehr, die eigens aus Düsseldorf nach Hagen gekommen sind, eingefangen. Im Anschluss werden sie an umliegende Zoos verteilt.

Während des Einsatzes ist ein Rettungshubschrauber in unmittelbarer Nähe gelandet. Er soll im Falle einer Verletzung der Einsatzkräfte diese möglichst schnell in eine Spezialklinik bringen.