Totschlag

Toter in Hagener Autowerkstatt: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Praktikanten

Im Juli ist ein Mann tot in seiner Hagener Werkstatt gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft erhebt jetzt Anklage gegen einen 20-Jährigen. Zum abrupten Ende des Praktikums gibt es nun Details.
Einsatzkräfte vor der Werkstatt des Getöteten: Beschuldigt ist ein 20-jähriger Ex-Praktikant. © picture alliance/dpa/Sauerland Reporter

Nach einer tödlichen Gewalttat an einer Autowerkstatt in Breckerfeld bei Hagen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen jungen Mann erhoben. Ihm werde Totschlag vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die „Westfalenpost“ hatte zuvor berichtet.

Der 20-Jährige soll den 57-Jährigen Autowerkstatt-Besitzer den Angaben der Ermittler zufolge im Juli vor dessen Betrieb mit mehreren Messerstichen getötet haben. Das Opfer hatte noch schwerverletzt einen Notruf abgesetzt, war aber bei Eintreffen der Rettungskräfte bereits seinen „multiplen“ Stichwunden erlegen.

Praktikum endete nach wenigen Stunden im Streit

Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung. Der 20-Jährige soll den Werkstatteigentümer am Tag vor der Tat gebeten haben, auf Probe für ihn arbeiten zu können. Das Arbeitsverhältnis sei aber schon nach Stunden im Streit beendet worden.

Nach der Bluttat hatte die Polizei vier Wochen lang nach dem Flüchtigen deutsch-kasachischer Herkunft gefahndet und ihn schließlich unter einer Kellertreppe in Dülmen im Münsterland gefunden.

dpa

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