True Crime Podcast: Todesspritze auf der Essener Corona-Station

Gerichtsreporter
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Im Winter 2020, mitten in der zweiten Corona-Welle, wird ein Niederländer in die Uniklinik Essen eingeliefert. Er ist schwer an Covid-19 erkrankt. Die Pflegekräfte und Ärzte tun alles, um dem Mann zu helfen. Doch im November verliert er seinen Kampf. Ein Arzt stellt die Maschinen ab. Der Niederländer ist tot. Doch dann meldet sich ein Pfleger zu Wort. Er hat einen unfassbaren Verdacht.

Die neue Podcast-Folge „Todesspritze auf der Corona-Station“ handelt von einem Oberarzt, der aus Mitleid einen Patienten getötet haben soll – mit einer Überdosis Kaliumchlorid. Bei seinen ersten Vernehmungen soll er sinngemäß gesagt haben: „Der Patient stirbt doch sowieso. Was sollen wir ihn also lange quälen.“

Angeklagter bestreitet den Griff zur Todesspritze

Im Prozess am Essener Landgericht bestreitet er den Griff zur Todesspritze. Doch die Richter glauben ihm nicht. Ende 2021 wird der Arzt zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt – wegen Totschlags. Doch noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.