Wieder wird es dreistellig: Hertener Löwen legen gegen UBC Münster II nach

Redakteur
Die Löwen nach der erfolgreichen Heimpremiere gegen den UBC Münster II.
Faust drauf: Zufriedene Hertener Löwen nach der erfolgreichen Heimpremiere gegen den UBC Münster II. © Thomas Braucks
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Der erste Heimsieg der Hertener Löwen vollzog sich in zwei Akten. Der erste dauerte etwa bis Mitte des dritten Viertels. 25 Minuten lieferten sich Gastgeber Herten und Aufsteiger UBC Münster II ein munteres Regionalliga-Spiel, das in der Offensive viel zu bieten hatte. Aber in der Abwehrarbeit ließen beide Teams einige Fragen offen.

Das fuchste Löwen-Trainer Cedric Hüsken: „Wir wollten Münster die Dreier nehmen. Das ist uns in der ersten Halbzeit nie gelungen.“ So warf sein Team ein paar Mal eine hübsche Führung heraus – etwa zum 28:18 in der 8. Minute. Aber die Gäste nutzten jede Nachlässigkeit in der Hertener Defensive, jeden Schrittfehler oder Fehlpass und arbeiteten sich wieder heran. Zur Pause lagen die Löwen mit 52:50 knapp vorn.

Nach der Pause mehr Biss in der Defensive

So ging es nach der Halbzeit zunächst auch weiter. Bis die Löwen in der eigenen Hälfte endlich energischer zufassten, intensiver verteidigten und entschlossener um die Rebounds kämpften. Damit begann der zweite Akt des Spiels, in dem die Gastgeber den Ton angaben. Ende des dritten Viertels setzte Faton Jetullahi zwei Dreier in den Münsteraner Korb, auch Casey Lopes traf aus der Distanz. Schließlich zog Jetullahi noch einmal durch die Abwehr und netzte kunstvoll ein – 83:69 stand es damit.

Diesmal ließen die Löwen die Reserve des ProA-Klubs nicht mehr heran. Beim jungen Team des UBC schwanden nun Kraft und Sicherheit im Abschluss. Anders die Hertener, die weiter exzellent trafen. Vor allem aus der Distanz: Stolze 18 von 32 Würfen von der Dreierlinie rauschten in den Korb. Macht eine Quote von 56 Prozent. „Das Spiel hat bestätigt, was ich vor der Saison gesagt habe“, so Trainer Cedric Hüsken. „Für 90 oder mehr Punkte sind wir immer gut. Entscheidend ist, wie wir verteidigen.“ In letzter Sekunde machte Khaled Alarashe mit einem Dreier das 110:88 perfekt.

Jetullahi und Viefhues ragen heraus

Zwei Akte hatte das Spiel – und zwei herausragende Akteure. Bei Münster war es der 17-jährige Guard Paul Viefhues, der mit seinen Dribblings und Würfen für Aufsehen sorgte. 31 Punkte wies der Statistikbogen hinterher für den U18-Nationalspieler aus Münster aus. Auch Cedric Hüsken ist überzeugt, dass man von dem jungen Mann noch hören wird: „Was für ein toller Zocker!“

Der Löwe des Abends in der Rosa-Parks-Sporthalle: Faton Jetullahi glänzte als Spielgestalter, Schütze und Rebounder.
Der Löwe des Abends in der Rosa-Parks-Sporthalle: Faton Jetullahi glänzte als Spielgestalter, Schütze und Rebounder. © Thomas Braucks

Das aber galt am Freitagabend genauso für Hertens Kapitän Faton Jetullahi. Mehr als drei Jahre nach seinem letzten Pflichtspiel für die Löwen schlüpfte der 28-Jährige in der Rosa-Parks-Sporthalle sofort wieder in die Rolle des Leaders. Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte feierte der Guard standesgemäß – mit einem Triple Double: Jetullahi lieferte 30 Punkte, 14 Rebounds und zehn Assists. Das ist mal eine Bilanz.

  • Hertener Löwen – UBC Münster II 110:88 (31:26, 21:24, 33:21, 25:17)
  • Hertener Löwen:Olteanu, Buljevic (17/2 „Dreier“), Ober, Barga (8), Lopes (21/6), Schwartz (20/4), Severing (2), Fiorentino (9/1), Jetullahi (30/5), Alarashe (3), Verhülsdonk
  • UBC Münster II: Neuhaus (12), J. König (12/1), A. König (5), Viefhues (31/6), Sievers (4), Humpert (12), Schmidt (3), Ehrich (5), Niggemann (3), Zuther (1), Narendorf