Fußball

Kaum da, ist der Sportliche Leiter beim SuS Bertlich schon wieder weg

Nur wenige Monate war Batuhan Türkmen Sportlicher Leiter beim A-Kreisligisten SuS Bertlich. Jüngst haben sich die Wege von Verein und Funktionär getrennt.
Nicht mehr Sportlicher Leiter beim SuS Bertlich ist Batuhan Türkmen (r.), hier mit Neuzugang Olcay Zorbaz. © K_V

Seit Donnerstagabend (2.9.) ist Batuhan Türkmen nicht mehr Sportlicher Leiter bei SuS Bertlich. „Mir wurde von Christian Wetklo gesagt, dass ich zu wenig für den Verein und vieles falsch machen würde“, sagt der 20-Jährige.

Und fügt hinzu: „Seit ich in Bertlich angefangen war, gab es 56 neue Mitglieder. Wir haben eine dritte Mannschaft aufgebaut.“ Von der ersten Mannschaft waren nur noch vier Akteure aus der Vorsaison da, „den Rest habe ich hingeschleppt“, so Batuhan Türkmen. Für ihn ist die Entlassung nicht nachvollziehbar.

„Ich gebe mir diese Woche Zeit“

Gedanken verschwenden an seine Entlassung will Batuhan Türkmen aber nicht. „Schon am Freitag hatte ich Anrufe von sechs Vereinen“, sagt Batuhan Türkmen. Das ganze Wochenende sprach der Bueraner mit Vereinsvertretern. Entschieden hat er sich aber noch nicht. „Zugesagt habe ich bislang nirgendwo, ich gebe mir diese Woche noch Zeit.“

Ob er nächste Woche als Trainer oder Sportlicher Leiter einsteigt, steht also in den Sternen. Fakt ist: Batuhan Türkmen erwirbt in naher Zukunft die B-Lizenz. Gut möglich auch, dass er bei Regionalligist KFC Uerdingen hospitiert, wenn es möglich ist. „Ich kenne den Co-Trainer gut“, sagt Batuhan Türkmen, der in der Fußball-Szene gut vernetzt ist.

„Will nicht, dass meine Arbeit in den Müll geworfen wird“

Und wie sieht es mit den ganzen Spielern aus, die der ehemalige Sportliche Leiter nach Bertlich gelotst hat? „Die Jungs haben mich schon angesprochen. Wenn ich jetzt weg bin, was sollen sie machen, haben sie mich gefragt“, sagt Batuhan Türkmen.

Seine Antwort: Die Spieler sollen die Saison auch zu Ende bringen. „Ich will nicht, dass meine Arbeit in den Müll geworfen wird“, betont Batuhan Türkmen. Als er gesehen hatte, dass bei der 1:8-Packung in Flaesheim einige Spieler fehlten, rief er diese direkt an und redete ihnen ins Gewissen. „Die sollen weitermachen. Nach der Saison kann man immer noch gehen.“

Mannschaftssitzung findet am Dienstagabend statt

„Wir haben noch genug Spieler“, sagt Thomas Droste, Trainer der Bertlicher Erstvertretung. Dass Spieler gefehlt hätten, hat nichts direkt mit der Niederlage zu tun. „Vielleicht hätten wir vom Ergebnis her etwas besser ausgesehen“, mutmaßt Thomas Droste. Er moniert, dass er mit seinem ehemaligen Sportlichen Leiter zuletzt nicht mehr im regen Austausch stand. „Das sollte man aber sein“, sagt Thomas Droste. Am Dienstagabend (7.9.) wird nach dem Training der Abteilungsvorstand bei einer Mannschaftssitzung erklären, was passiert ist und wie es weitergeht.

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