Fußball

Kreispokal: RTW-Einsatz bei Derby von SC Herten und BWW Langebochum

Einen Drei-Klassen-Unterschied sah man nicht. Aber Landesligist BW Westfalia Langenbochum hat sich im Kreispokalderby beim SC Herten durchgesetzt und zieht in Runde drei ein.
Hayssam Siala (r.) erzielte den Führungstreffer für BW Westfalia Langebochum, schitert hier aber an Sven Klimek im Tor des SC Herten.
Torhüter Sven Klimek pariert gegen Hayssam Siala (r.) © Sebastian Schneider

B-Kreisligist SC Herten hat sich in der zweiten Kreispokalrunde vor rund 200 Zuschauern am Paschenberg gegen BW Westfalia Langenbochum nach Kräften gewehrt. Der Landesligist setzte sich aber nach überschaubarer Leistung mit 3:1 (2:1) durch und steht in der dritten Runde.

Bei den Hausherren ragten erneut Jakob Helfer und Dennis Adamczok aus einer aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft heraus. Vor allem zwischen den Trainerbänken und denen, die dahinter standen, ging es verbal zur Sache, auf dem Feld aber meistens im Rahmen des Erlaubten.

Mit Verdacht auf Knöchelbruch ins Krankenhaus

Einmal allerdings ganz klar nicht: Neun Minuten vor dem Ende – BWWL führte mit 2:1 – eroberte SC-Spieler Alexander Paschke den Ball von Langenbochums Max Elvermann und spielte einen Doppelpass mit Jakob Helfer. Paschke lief zentral aufs Tor zu, wurde aber von Elvermann von hinten von den Beinen geholt. Er musste länger behandelt und vom Platz geführt werden. Nach Spielende brachte ihn ein Rettungswagen mit Verdacht auf Knöchelbruch ins Krankenhaus. Elvermann konnte von Glück sagen, dass Schiedsrichter Said Masoud Moqadam ihm nur die Gelbe Karte zeigte.

Der Langenbochumer hatte eine gute Chance für die Gastgeber vereitelt, die dem 1:2-Rückstand schon seit der ersten Hälfte hinterherliefen. Nach ereignisarmer Anfangsphase blockte der SCH zweimal innerhalb von Sekunden Yannik Außem beim Torschuss (15.). Auf der anderen Seite prüfte Adrian Kapner BWWL-Schlussmann Maximilian Ronneburg (23.).

SC Herten kommt per Schlenzer zum 1:1

Der erste Torjubel kam aber doch vom Landesligisten. Hayssam Siala war in der Mitte zur Stelle, als die Mannschaft von Trainer Nassir Malyar endlich einmal über außen durchkam (24.). Unmittelbar nach dem SC-Anstoß fiel fast der Ausgleich: Dennis Adamczok versuchte es von der Mittellinie aus, aber Ronneburg eilte vom Elfmeterpunkt zurück und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch über die Latte. Der SC Herten war dem Ausgleich kurz darauf noch einmal nahe, als die Langenbochumer den Ball nach einer Adamczok-Ecke nicht aus der Gefahrenzone bekamen und der SCH drei-, viermal zum Schuss kam, aber geblockt wurde.

Nur Minuten später glich der B-Ligist tatsächlich aus, unter tatkräftiger Mithilfe von Langenbochums Marvin Poggel, dessen Rückpass von Jakob Helfer abgefangen wurde, der gekonnt über Ronneburg hinweg schlenzte – 1:1 (29.). Poggel machte seinen Fehler kurz vor der Pause wieder gut, als er in der Mitte nach Vorarbeit von Michael Baryga zu 2:1 aus BWWL-Sicht traf (40.). Ein Freistoß von Jonas Klos ging noch an die Latte (45.).

Unglücklicher Gegentreffer aus SC-Sicht zum Endstand

In Hälfte zwei schlenzte Helfer noch einmal, der Ball ging aber diesmal neben das Langenbochumer Tor (61.). Auf der Gegenseite klatschte ein Freistoß von Außem an den Pfosten des SC-Tores, das von Sven Klimek gehütet wurde (80.).

Klimek war an der Entstehung der 1:3 aus SC-Sicht beteiligt. Bei einem Abstoß rutschte der Keeper aus, berührte den Ball dabei mit einem Bein und griff nach der Kugel. Der Unparteiische pfiff ab und gab an der Ecke des Fünfmeterraums Freistoß für BWWL. Jonas Klos setzte den trocken zum Endstand in die Maschen (90.+5).

Verbale Scharmützel an der Seitenlinie

„Es haben heute 13 Mann gefehlt, aber das soll keine Entschuldigung sein“, sagte BWWL-Coach Nassir Malyar. „Insgesamt war unser Spiel sehr behäbig.“ Abseits davon war er mit dem Verhalten der Gastgeber nicht einverstanden. Über 90 Minuten seien vom SC-Trainerteam und dem Umfeld der Trainerbank Langenbochumer Spieler angegangen worden. Sein Gegenüber Sven Berger räumte ein: „Wir treten als B-Ligist gegen einen Landesligisten an, natürlich arbeiten wir da mit Emotionen“, sagte er. Außerdem seien auch von Langenbochumer Seite verbale Attacken gekommen.

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