Fußball

Schlussmann von BWW Langenbochum verhindert nicht nur Tore

Gegentore verhindern, dass kann Torwart Max Ronneburg vom Landesligisten BW Westfalia Langenbochum gut. Fast genauso gut kann er aber auch Tore vorbereiten.
Ein Garant für die guten Ergebnisse von BWW Langenbochum ist Torwart Max Ronneburg (r.), hier mit Salih Arabaci. © Michael Steyski

Auf die Abwehr von Landesligist BWW Langenbochum ist derzeit Verlass. Vier Gegentreffer nach vier Spielen sind ein guter Wert, wenn man bedenkt, dass die Blau-Weißen bereits gegen die Titelaspiranten Türkspor Dortmund und SV Wanne 11 gespielt haben. Zuletzt glückte ein 2:0 gegen SW Wattenscheid 08. Mit sechs Punkten liegen die Langenbochumer, die in den letzten zwei Saisons gegen den Abstieg spielten, im Mittelfeld, auf Rang zehn.

Ein Garant für den Aufschwung ist Torwart Max Ronneburg. „Wobei ich gegen die Wattenscheider gar nicht so viel aufs Tor bekommen habe“, sagt der 28-Jährige. „Nur zweimal musste ich eingreifen, wir haben es gut wegverteidigt“, sagt der Hertener.

Im Hertener Krankenhaus als Physio-Therapeut

Max Ronneburg, der im Hertener Krankenhaus als Physio-Therapeut arbeitet, ist aber nicht nur fürs Tore-Verhindern zuständig. Mit einem langen Abschlag, den Denis Toskai zum 1:0 nutzte, bereitet Max Ronneburg auch Tore vor.

Zufall? „Es ist ja bekannt, dass ich nicht den kürzesten Abschlag habe. Zwischendurch üben wir im Training die langen Abschläge, das wird schon einstudiert“, verrät der knapp zwei Meter große Schlussmann. Dass es jetzt endlich mal mit einer Torvorlage geklappt hat, freut Max Ronneburg umso mehr. „Das war nicht die erste Vorbereitung, die zu einem Tor geführt hat“, erinnert sich Max Ronneburg.

Im Alter von drei, vier Jahren erfasste den Hertener der Fußball-Virus. „Ein Kindergarten-Freund hat mich mitgenommen, da habe ich bei der DJK Spvgg. Herten im Katzenbusch angefangen“, sagt Max Ronneburg. Bis zur E-Jugend pendelte er zwischen der Torwart- und Feldspieler-Position, dann sollte er sich für eine Position entscheiden.

„Als Torwart muss man nicht so viel Laufen“

„Ich wählte Torwart, da muss man nicht so viel laufen“, sagt Max Ronneburg mit einem Augenzwinkern. Da er schon damals für sein Alter recht groß war, kamen Zweifel über sein Alter auf. „Mein Papa musste oft den Spielerpass vorzeigen“, sagt Max Ronneburg.

Von der D-Jugend ging es für ein Jahr zur SG Hillen, von dort weiter zur Spvgg. Erkenschwick, VfL Bochum, Westfalia Herne schließlich zur A-Jugend des VfB Hüls. „Da hatte ich einen Vorvertrag für die Hülser Senioren“, erinnert sich Max Ronneburg. Die Marler waren gerade in die Regionalliga aufgestiegen.

Problem nur: Er fing seine Ausbildung zum Physiotherapeuten an, trat sportlich kürzer. Und heuerte mit seinem Kumpel Dennis Bachmann wieder im Katzenbusch an, bei der DJK Spvgg. Herten. Mit Bachmann wechselte er 2013 nach Langenbochum. Und hier fühlt er sich pudelwohl.