Fußball

Siegtreffer des SV Vestia Disteln fällt mit dem Hinterkopf

Auch das dritte Heimspiel haben die Bezirksliga-Fußballer des SV Vestia Disteln gewonnen. Der Siegtreffer gegen Genclikspor Recklinghausen fiel auf den letzten Drücker.
Distelns Kevin Kenzlers (l.) versucht hier, vor dem Recklinghäuser Süleyman Demirci an den Ball zu gelangen. © Michael Steyski

Dieser Siegtreffer in der Nachspielzeit war erzwungen, eine Frage des Willens: Bezirksligist SV Vestia Disteln schlug auf den letzten Drücker Genclikspor Recklinghausen mit 3:2 (0:0).

Wobei der Knackpunkt der Partie früher stattfand. In der 70. Minute kam Distelns Philipp Müller nach einem Pass in die Tiefe an den Ball, wäre allein aufs Tor zugelaufen. Die Gäste hatten auf Abseits reklamiert. 20 Meter vor dem Tor stoppte ihn Genclik-Spielertrainer Yakup Köse regelwidrig. Schiri Rolf Rötzheim entschied auf Notbremse, zückte „rot“.

„Für mich war es keine Rote Karte“

„Der Schiri muss Abseits pfeifen. Für mich war es auch keine Rote Karte, ein Mitspieler war ja noch neben mir. Somit war ich nicht der letzte Mann“, sagt Yakup Köse. Und fügt hinzu: „Es war eine unnötige Niederlage.“ Das sehen die Distelner schon etwas anders. „Natürlich sind diese Siege auf den letzten Drücker schön, ich als Trainer brauche so etwas nicht. Wir hätten das Spiel ja vorher entscheiden können“, sagt Vestia-Coach Jörg Breski.

Und spielte vor allem auf die dicke Chance von Philipp Müller in Überzahl an. Jan Philipp Schramm durfte frei von rechts flanken, Müller kam fünf Meter vor dem Tor frei zum Kopfball – und nickte die Kugel in die Arme von Keeper Dogus Güney (79.).

Genclikspor verteidigt zunächst geschickt

Die ersten 45 Minuten verliefen noch ohne echte Höhepunkte. Auf beiden Seiten fehlte im Angriff die Durchschlagskraft. Sicher: Die Distelner hatten mehr Ballbesitz, Genclikspor verteidigte aber geschickt.

Nach dem Wechsel nahm die Partie Fahrt auf. Timo Schmidt brachte nach 15 Sekunden den Ball von links in den Strafraum, Miguel Cornelius kam aus acht Metern frei zum Abschluss, schoss aber einen Gegner an. Auf der anderen Seite probierte es Hakan Cayirli mit einer Direktabnahme, Vestia-Keeper Felix Marx bekam die Hände an den Ball (47.).

Kevin Gola erzielt aus der Distanz das 1:0

Fast im Gegenzug trafen die Hertener zum 1:0. Kevin Gola hielt aus 25 Metern drauf, bei seinem Aufsetzer ins lange Eck sah Torwart Dogus Güney nicht gut aus (48.). Kurz danach setzte Hakan Cayirli einen 20m-Freistoß aus halbrechter Position sehenswert über die Mauer ins Eck zum 1:1 (54.). Mit einem weiteren Freistoß gingen die Gäste in Führung. Süleyman Demirci brachte diesen von links scharf vors Tor, der Ball segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Ecke – 1:2 (63.).

Doch drehten die Distelner die Partie. Zunächst traf Max Sellinat nur die Latte (65.). Dann legte Müller für Gola auf, der aus zehn Metern zum 2:2 traf (67.). In der Nachspielzeit brachte Müller von links einen Freistoß hoch vors Tor. Mit dem Hinterkopf setzte Timo Schmidt am ersten Pfosten die Kugel lang ins Netz zum 3:2 (90.+5).

SV Vestia Disteln: Marx – Altehage, Trakowski, Kenzlers, Hahnenkamp, Müller, Schmidt, Cornelius, Sellinat, Gola, Cmelenko (46. Schramm)

Genclikspor RE: Güney – Salli (12. Demirci), Takim, Isler (71. Kilic), Dogan (77. Sali), Kerter, Cayirli, Altay, Tokman, Kurt (56. Civelek), Köse

Tore: 1:0 (47.) Kevin Gola; 1:1 (53.) Hakan Cayirli; 1:2 (63.) Süleyman Demirci; 2:2 (67.) Kevin Gola; 3:2 (90.+5) Timo Schmidt

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