Fußball

SV Westerholt – Spvgg. 95/08 Recklinghausen geht in eine neue Runde

Das am 5. September in der 43. Minute abgebrochene Kreisliga-B3-Spiel zwischen SV Westerholt und Spvgg. 95/08 RE wird unter Kreisaufsicht neu angesetzt. Das entschied das Kreissportgericht.
Selbst eine Rote Karte gegen den 95-Kapitän beruhigte die Gemüter nicht (Symbolbild). © picture-alliance/ dpa

Nach einem Foulspiel waren am 5. 9. die Wellen in einem von Beginn an wohl hitzigen Spiel hochgeschlagen. Es kam offenbar zu Rudelbildungen, an denen auch Spieler von der Recklinghäuser Bank beteiligt gewesen sein sollen. Als der Kapitän der „Ludwiger“ auch noch Schiri Peter Michalski aufs Übelste beleidigte, brach dieser die Begegnung ab. Westerholt hatte zu diesem Zeitpunkt 2:0 geführt.

Während das Kreissportgericht beim 95-Spielführer keine Gnade kannte und den Spieler für sechs Meisterschaftsspiele sperrte, wollte die Rechtsinstanz nicht weiter gehen. Eine Wertung zugunsten von Westerholt sei nicht angemessen, lässt auf Nachfrage der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Thomas Michalczak (VfB Hüls), wissen.

Der Schiedsrichter habe noch Möglichkeiten gehabt, das Spiel fortzusetzen, etwa indem er weitere persönliche Strafen ausspreche. „Die Latte, um ein Spiel abzubrechen, liegt bewusst sehr hoch. Es ist das Bestreben, dass die Entscheidungen auf sportlichem Weg auf dem Platz fallen sollen“, so Michalczak.

Westerholter Spieler hätten zwar von weiteren schweren Beleidigungen gesprochen, hätten aber keine Personen als Verursacher namentlich benennen oder anhand der Rückennummer identifizieren können.

Der Westerholter Vorstand soll bereits mit einer Stellungnahme reagiert und seinen Unmut über das Urteil kundgetan haben.