Fußball Kreisliga A2

FC96 Recklinghausen bleibt in Leusberg auf der Minimalspur zum Erfolg

Dass dem FC96 Recklinghausen in dieser Saison nichts geschenkt werden würde, hat Trainer Mikola Makarchuk immer gewusst. Der durfte am späten Sonntagnachmittag kräftig durchpusten.
Riesenchance für Leusberg zum 1:1: Der Kopfball von Thorsten Bier wird pariert. © Olaf Krimpmann

Das Recklinghäuser Derby in der Kreisliga A2 hatte der FC96 beim FC Leusberg zwar mit 2:0 gewonnen und damit seine Pflicht erfüllt. Aber der Sieg hatte am seidenen Faden gehangen.

Die Gäste hatten auf dem Kunstrasenplatz an der Strünkedestraße zwar ein frühes 1:0 vorgelegt, das Philip Umierski mit einem platzierten Schuss von den Strafraumkante erzielte (12.). Der Tabellenführer hatte danach auch noch drei, vier richtig gute Gelegenheiten zu erhöhen – machte aber nichts draus. Und je länger die knappe Führung Bestand hatte, umso mutiger wurden die Platzherren.

FCL-Spielertrainer Kühn köpft an die Latte

In den letzten 20 Minuten wackelte der Favorit, der auf mehrere Stammspieler hatte verzichten müssen, mehr als ihm lieb sein konnte. Thorsten Bier köpfte 96-Keeper Michael Strzys völlig frei den Ball vor die Hände (73.), das hätte das 1:1 sein müssen. Wie in der 82. Minute, als Spielertrainer Maurice Kühn das Rund an die Querlatte köpfte. „Ein 1:1 wäre verdient gewesen“, fand Kühn daher auch.

Die Gäste erzielten das 0:2 erst weit in der Nachspielzeit durch Tim Gilgner (90. + 4), was dem Spielverlauf schmeichelte. Mikola Makarchuk, der stoische Ukrainer, bleibt daher verbal auf der Linie, die er bereits beim 1:0 über Concordia Flaesheim vor zwei Wochen vorgegeben hatte: „Im Fußball zählen immer die drei Punkte, und die haben wir geholt.“ Dass etwa – passend zur vorweihnachtlichen Adventsstimmung – nicht doch etwas mehr Lametta im Spiel des Tabellenführers zu erwarten sei, wischt „Maka“ beiseite: „Natürlich möchte auch ich, dass wir schön spielen. Aber gegen einen tief stehenden Gegner ist das nicht immer so einfach.“

Handspiel im eigenen Strafraum – da hat der FC96 Glück

Nun ja: Ganz so tief stand der FC Leusberg nun auch nicht hinten drin. Sicher verteidigten die Süder erfolgreich und auch mit Glück zunächst das 0:1 (zweimal wurde der Ball auf der eigenen Torlinie gerettet), die Gäste hatten aber auch das Glück, dass Schiri Ralf Groß im Gewühl ein Handspiel von Dragan Cirkovic im eigenen „Fünfer“ nicht ahndete (32.). Maurice Kühn, der 1,94-Meter-Mann: „Ich habe geköpft, er ist noch nicht mal hochgegangen, sondern hat den Ball weggefaustet.“ Selbst Mikola Makarchuk räumte ein: „Da hätte man Elfmeter geben können.“

Wahrscheinlich wird man so Meister: Erst nur das Nötigste tun, dann auch noch Dusel haben – irgendwie kommt einem das doch aus dem deutschen Fußball verdächtig bekannt vor…

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