Handball

Kernige Würfe statt Geburtstagssekt – das erwartet die PSV-Teams

Das wird keine leichte Aufgabe für die Handballerinnen der PSV Recklinghausen. Für den Drittligisten geht es zur SG Kirchhof. Derweil hoffen die Verbandsliga-Herren auf die ersten Zähler.
Philipp Berg und die PSV hoffen gegen Verl auf die ersten Punkte. © Ronald Brendel

Dieses „Vergnügen“ hat Iris Schultz exklusiv: Die Torfrau der PSV Recklinghausen wird am Samstag 51 Jahre jung. Statt Erdbeertorte und Geburtstagssekt geht’s für sie mit dem kompletten PSV-Tross zur SG Kirchhof. Dort werden die Gratulationen wohl in Form von kernigen Würfen auf ihr Tor ausfallen.

„Wir wollen uns mit den Besten messen und von ihnen lernen“, sagt PSV-Trainer Daniel Schnellhardt vor der Fahrt zum Staffel-Favoriten der 3. Liga. Grund: Bei der SG Kirchhof ist eine halbe Europaauswahl versammelt. Spielerinnen aus Skandinavien, Spanien und dem Balkan tragen das Trikot der in der Handballhochburg Melsungen beheimateten Löwinnen.

PSV-Torhüterin Iris Schultz kann ihren 51. Geburtstag nur bedingt feiern. Sie reist mit ihrem Team zur SG Kirchhof. © Olaf Krimpmann © Olaf Krimpmann

Ein hartes Stück Arbeit steht bevor

Schnellhardt schwant, dass seinem Team ein hartes Spiel bevorsteht: „In der Bundesliga möchte auch niemand gegen die Bayern spielen, wenn die gerade verloren haben.“ In der Tat kehrte Kirchhof am vergangenen Wochenende mit einer überraschenden Niederlage vom ASC Dortmund zurück ins Hessenland, entsprechend „heiß“ schätzt Schnellhardt den Gegner ein – da braucht es für die PSV wohl einen außergewöhnlichen Tag und eine außergewöhnliche Torhüterin. Aber die ist Iris Schultz so oder so, auch mit dann 51 Jahren…

Herren erwarten den TV Verl

Die Recklinghäuser Herren erwarten am Samstag in der Verbandsliga den TV Verl. Nach dem Fehlstart mit 0:4 Punkten muss nun Zählbares her. Voraussetzung ist eine gesunde Einstellung zum Spiel. Die erwartet Trainer Nadim Karsifi, der zuletzt mächtig angefressen war, nun aber einen klaren Umschwung bei seinem Team erkennt: „Ich glaube, es hat klick gemacht“, so der Übungsleiter. Zwar sei die Trainingsbeteiligung weiter nicht optimal, die Intensität dafür aber deutlich gestiegen zuletzt.

Hoffentlich zur rechten Zeit. Gegner Verl dürfte der PSV alles abverlangen, schwant dem Trainer: „Die spielen mit sehr vielen Varianten. Das wird eine temporeiche Begegnung, vielleicht kein schönes Spiel, aber eins hoffentlich mit Emotionen von unserer Seite.“ Lars Viermann und Alex Keller werden verletzt ausfallen, der Einsatz von Phil Pamp ist fraglich.

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