Handball

PSV-Herren mit klarer Steigerung aber nicht gut genug für den Sieg

Die Verbandsliga-Handballer der PSV Recklinghausen haben einen Sieg auf der Zielgeraden aus der Hand gegeben. Nach dem 24:25 gegen TV Verl zeigt sich Trainer Nadim Karsifi versöhnlich.
Chance vertan: Roland Lange scheitert mit einem Tempogegenstoß an Verls Keeper Stroth. © Olaf Krimpmann

„Das ist eben Handball“, kommentierte der Übungsleiter. Er wusste nur zu gut, dass an diesem Abend mehr drin war für sein Team. Er wusste aber auch, dass er seiner Sieben vom Willen und der Einstellung her diesmal keinen Vorwurf machen konnte – im Gegensatz zu den beiden Spielen zuvor.

Und dennoch wurmte die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Serie total. Chancen, die Partie in eine andere Richtung zu drehen, hatte es schließlich genug gegeben. In den letzten zehn Minuten standen beide Torhüter im Mittelpunkt. Aufseiten der PSV lief Alex Busche heiß, der seine Farben mit etlichen Paraden vor einem größeren Rückstand bewahrte.

Beide Torhüter stehen am Ende im Mittelpunkt

Auf der anderen Seite hatte Verl Mitte der ersten Hälfte Fabian Stroth in den Kasten beordert, als die Ostwestfalen nach einem 5:9-Rückstand schon arg in die Bredouille geraten waren. Bis zur Halbzeit aber und dem Spielstand von 14:14 war die Partie in der Halle Nord wieder ausgeglichen.

Bis zum 23:23 (53.) war aus PSV-Sicht auch noch alles in Ordnung. Die Deckung stand, und wenn Verl einmal eine Lücke fand, war eben jener bereits angesprochene Alex Busche zu Stelle, um in höchster Not zu parieren. Die PSV hatte gegen die variable Verler Deckung, die von 6:0 über 5:1 auch auf ein 3:3 umstellte, Mühe, kam aber dank der guten eigenen Abwehr immer wieder zu Gegenstößen. Aber – und das war das eigentliche Manko – selbst die nutzten die Hausherren nicht. Sie erzielten in den letzten sieben Minuten nur einen Treffer, was schlicht und ergreifend zu wenig war, um die ersten Punkte einzusacken.

Jeder Fehlwurf am Ende schmerzt doppelt

Natürlich spielten nach Auffassung von Nadim Karsifi auch die Unparteiischen eine Rolle, die seiner Meinung zweierlei Maß ansetzten bei den vielen Deckungsaktionen, die es nun auf beiden Seiten gab. Trotzdem: Die Tore hätte die PSV schon alleine und ohne Hilfe der Schiedsrichter erzielen können. Zu einigen vergebenen Gegenstößen kam auch noch ein nicht verwandelter Siebenmeter in der 58. Minute, der das 25:25 eingebracht hätte. Zwar ist es müßig, ein ganzes Spiel an zwei, drei Fehlwürfen aufzuhängen. In diesem Fall aber waren sie entscheidend.

„Trotzdem war eine klare Leistungssteigerung bei jedem einzelnen zu erkennen“, so Nadim Karsifi, der überzeugt ist: „Knüpfen wir in den nächsten Spielen da an, werden wir bald auch punkten.“ Weiter geht‘s für die PSV am Sonntag mit dem Spiel bei der TG Hörste ehe die westfälischen Handballer in die kurze Herbstpause gehen,

PSV Recklinghausen: Busche, Mehlwitz; Lange (1), S. Berg (2), Kleine (4), Kliem (1), Kroellken (5/1), Moog (1), Pamp, P. Berg (3), Stracke (5), Zimmermann, Viermann, Flechtner, Noreikat (2).