Handball

Mit einem 21er-Kader in der Kreisliga? Der Waltroper HV macht’s vor

Corona hatte der Aufbruchstimmung dem Waltroper HV einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch: Die Spieler sind erstaunlich fit aus der langen Pause zurückgekehrt.
Der Waltroper HV geht mit einem 21er-Kader in die Kreisligasaison. © Christine Horn

Auf die Frage, wie es ihm und seinen Spielern geht, antwortete Björn Peters, Trainer der Kreisliga-Handballer des Waltroper HV, am Montag (5.7.) schon fast beschwingt: „Wir laufen alle mit einem Grinsen durch die Halle“.

Rückblick: Vor einem Jahr herrschte beim WHV eine unglaubliche Aufbruchstimmung: Denn mit Björn Benden, Max Hülsmann, Florian Bellendorf und Paul Riemenschneider hatten sich ehemalige Spieler dem WHV wieder angeschlossen. „Wir waren sehr ambitioniert“, erinnert sich der Coach, der einen vollen Testspielplan zusammenstellte. Und vor zwölf Monaten war klar: „Wir wollen oben mitspielen.“

Zunächst standen zwei Online-Einheiten auf dem Plan

Doch es wurde wegen der Corona-Pandemie kein einziges Meisterschaftsspiel ausgetragen. Im Oktober starteten Peters und sein „Co“, Jens Steuber, mit zwei Online-Einheiten pro Woche. „Als zur Jahreswende deutlich wurde, dass sich auch in den ersten Monaten des neuen Jahres nichts tun würde, bot Jens dann noch zwei zusätzliche Workouts in der Woche an. Danach waren die Jungs zwar klinisch tot, aber sie zogen es durch. Bis vor zwei Wochen“, berichtet Peters mit einem Schmunzeln.

Mittlerweile sind sie zurück in der Halle. „Und wir merken, dass die Jungs richtig fit sind. Was zum Beispiel die Wurfmuskulatur betrifft, daran müssen wir noch arbeiten. Aber es ist deutlich zu spüren, dass die Spieler sehr fleißig waren“, lobt der Coach. Das ist auch der Grund, warum bereits am kommenden Samstag das erste Testspiel ansteht.

Max Hülsmann wechselt nach Brambauer

Personell hat sich noch etwas getan: Max Hülsmann gehört nicht mehr zum Kader, denn er hat ein Angebot des Landesligisten aus Brambauer angenommen. „Ich kann sehr gut verstehen, dass er es angenommen hat. Für uns ist das trotzdem sehr schade“, so Peters.

Dafür kann er noch auf zwei zusätzliche Spieler bauen: So hat sich Johannes Rogat dem WHV angeschlossen. Der Linkshänder spielte nach seiner Jugendzeit bei der SG OstVest lange bei Westfalia Herne, ehe er in Leipzig studierte. Jetzt ist er zurück und will wieder für den WHV spielen. Zudem ist Thomas Ahmann, der beim TV Gladbeck in der Bezirksliga spielte sowie im Anschluss noch in Münster, nach Waltrop gezogen.

Den Zwei-Meter-Mann sieht Peters auf der halblinken Position.

„Damit starten wir in der Kreisliga jetzt mit einem breiten und starken Kader“, sagt Björn Peters voller Vorfreude. Wie das Saisonziel lautet? „Wir wollen oben mitspielen, mit solch einer Mannschaft geht das nicht anders“, sagt Peters selbstbewusst.

„Sind froh, dass wir wieder zusammen sind“

Zugleich sagt er aber auch: „Wir haben den Luxus, dass auch unsere zweite Mannschaft voll ist. Das heißt, dass alle 21 Mann bei uns zum Zuge kommen werden. Was auch bedeutet, dass jeder mal aussetzen muss. Aber das ist mit den Jungs abgesprochen.“

Wie zuversichtlich ist er, dass die Saison trotz einer möglichen vierten Corona-Welle im Herbst tatsächlich beginnen kann? „Darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken. Wir sind nur froh, dass wir wieder zusammen sind, trainieren und spielen und anschließend ein Bier trinken können“, so Peters.

Der Vorbereitungsplan des WHV

Samstag, 10. Juli: Testspiel in Scherlebeck, Samstag, 17. Juli: Planwagentour, Montag, 19. Juli, Testspiel gegen Brechten, Sonntag, 8. August, Testspiel beim TuS Rahm, Samstag/Sonntag, 14. und 15. August, Trainingslager mit Trainingsspielen gegen den FC 26 Erkenschwick und TuS Ickern, Samstag, 28. August, Turnier beim FC 26 Erkenschwick, Samstag, 4. September, Kanutour

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