Terrorismus

Deutschland holt mutmaßliche IS-Frauen aus Syrien zurück

Es soll die bislang größte Rückführung von deutschen Frauen aus Syrien sein, die sich der IS-Terrormiliz angeschlossen hatten. Nun dürften einige von ihnen dem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Frauen sollen mit ihren Kindern zum Teil jahrelang in einem Anti-Terror-Gefangenenlager eingesessen haben. © Gabriel Chaim/dpa/Symbolbild

Mit Unterstützung der USA hat Deutschland nach Medienberichten acht deutsche Frauen samt Kindern aus Syrien geholt, die sich in der Vergangenheit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen hatten.

Wie der „Spiegel“ meldete, wurde am späten Mittwochabend (6.10.) eine Maschine mit den Frauen und ihren 23 Kindern an Bord auf dem Frankfurter Flughafen erwartet. Laut „Bild“ wurden sie von einem Team des Auswärtigen Amtes und des Bundeskriminalamtes mit Unterstützung der US-Luftwaffe aus einem kurdischen Camp in Nordsyrien geholt.

Gegen sechs Frauen liegen Haftbefehle vor

Das Auswärtige Amt wollte die Berichte zunächst nicht bestätigen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war eine Rückholaktion von Frauen und Kindern aus Syrien geplant. Einige der Erwachsenen dürften nach der Ankunft in Deutschland dem Haftrichter vorgeführt werden. Laut „Spiegel“ liegen gegen sechs der acht Frauen Haftbefehle der Justizbehörden vor.

Wie das Nachrichtenmagazin berichtete, hatten die Frauen im Alter von 30 bis 38 Jahren mit ihren Kindern zum Teil jahrelang in dem von kurdischen Kämpfern bewachten Anti-Terror-Gefangenenlager al-Hol in Nordsyrien eingesessen. Im Zuge einer humanitären Aktion seien sie nun mit einem Charter-Jet auf dem Weg zurück in ihre Heimat.

Laut „Spiegel“ waren neben den Frauen aus Deutschland auch drei mutmaßliche IS-Anhängerinnen aus Dänemark mit ihren 14 Kindern an Bord der Maschine. Es sei bislang die größte Rückführung von Deutschen aus Syrien, berichtete „Bild“. Wegen der Unterstützung durch das US-Militär sei die Aktion besonders sensibel behandelt worden.

dpa

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