Fußball-EM

DFB-Team fehlt im EM-Finale eine wichtige Stürmerin – Ersatz ist bereits in Form

Die Planungen der DFB-Fußballerinnen vor dem EM-Finale gegen England wurden vom Coronavirus durchkreuzt. Doch der Ersatz für die Stürmerin, die fehlen wird, hat bereits den Turbo gezündet.
Die DFB-Frauen bejubeln einen Treffer im Halbfinale.
Die DFB-Frauen wollen am Sonntag im Endspiel den Titel bejubeln. © picture alliance/dpa

Das Coronavirus macht den DFB-Fußballerinnen kurz vor dem Finale bei der Europameisterschaft einen Strich durch die Planungen.

Die deutschen Fußballerinnen werden das Finale in Wembley ohne Klara Bühl bestreiten. Die Stürmerin des FC Bayern München befindet sich noch in der Corona-Quarantäne und kann am Sonntag (18.00 Uhr MESZ/ARD und DAZN) gegen England allenfalls noch als Zuschauerin dabei sein.

DFB-Fußballerinnen: Klara Bühl könnte als Zuschauerin dabei sein im EM-Finale

„Sie ist aktuell symptomfrei. Sollte sie negativ getestet sein, kann sie auch ins Stadion“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bei der Abschlusspressekonferenz am Samstag.

Zeitlich wäre es bei einem negativ verlaufenen Corona-Test am Sonntag nicht mehr möglich, dass Bühl im Spielkader ist. „Wir werden uns an das Protokoll der UEFA halten. Das bedeutet, dass erst medizinische Untersuchungen gemacht werden“, sagte Voss-Tecklenburg. „Aber wir würden uns riesig freuen, wenn Klara frei getestet würde und zum Spiel kommen könnte.“

Klara Bühl wärmt sich vor einem EM-Spiel auf.
Klara Bühl fehlt den DFB-Fußballerinnen im EM-Finale. © picture alliance/dpa

Der DFB hatte am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass die Stürmerin vom FC Bayern München positiv auf das Virus getestet worden war. Nach den UEFA-Regularien ist die 21-Jährige wieder spielberechtigt, wenn sie nach fünf Tagen einen negativen Test vorweist und keine Symptome aufweist.

DFB-Fußballerinnen: Alexandra Popp in guter Form vor dem EM-Finale

Bühl war bis zu ihrem Ausfall als Linksaußen im Team des Rekord-Europameisters gesetzt und hatte das so wichtige 1:0 in der Vorrunde gegen Spanien erzielt. Für sie sprang allerdings Kapitänin Alexandra Popp in die Bresche und hat inzwischen sechs Tore bei der EM markiert.

Bühl wurde nach dem Umzug des deutschen Teams am Donnerstag von Brentford in ein Hotel nach Watford abgeschottet von ihren Mitspielerinnen in die neue Unterkunft gebracht.

Im Halbfinale gegen Frankreich (2:1) ersetzte die von Hoffenheim nach Wolfsburg wechselnde Jule Brand Bühl im Angriff. Bis auf Bühl kann Bundestrainerin Voss-Tecklenburg im Endspiel auf den kompletten Kader zurückgreifen.

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