Bewusstsein für die Virenerkrankung erhöhen

„Dringend notwendig“: WHO fordert Maßnahmen gegen Affenpocken

90 bestätigte Infektionen, 30 Verdachtsfälle bis Samstag: Die Affenpocken breiten sich weiter aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert daher eine Reihe von Maßnahmen.
Zentrale der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.
Die WHO fordert Maßnahmen zur Eindämmung der aufkommenden Affenpocken. © dpa/Archiv

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert eine Reihe von Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Affenpocken. Es sei „dringend notwendig“, das Bewusstsein für die Virenerkrankung zu erhöhen, hieß es Samstagnacht von der UN-Organisation in Genf. Außerdem müssten Fälle umfassend ausfindig gemacht und isoliert werden, sowie Ansteckungswege rückverfolgt werden.

Die Erkrankungen, die bisher in Europa, Nordamerika und Australien bekannt wurden, betrafen laut WHO hauptsächlich – aber nicht nur – Männer, die gleichgeschlechtlichen Sex haben. Wegen der noch eingeschränkten Beobachtungslage sei es sehr wahrscheinlich, dass Fälle in weiteren Bevölkerungsgruppen und Ländern auftauchen.

Reisebeschränkungen oder Absagen von Veranstaltungen nicht nötig

Mit Stand von Samstag ging die WHO von rund 90 bestätigten Infektionen und 30 Verdachtsfällen aus. Das Affenpocken-Virus ruft meist milde Symptome wie Ausschlag, Fieber und Pusteln hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

Reisebeschränkungen oder Absagen von Veranstaltungen in betroffenen Ländern sind aus Sicht der WHO derzeit nicht notwendig. Die Organisation wies zwar darauf hin, dass es bei Massenveranstaltungen zu Ansteckungen kommen kann, betonte aber auch, dass Vorsichtsmaßnahmen gegen Covid-19 auch gegen Affenpocken wirken.

RND/dpa

Der Artikel "„Dringend notwendig“: WHO fordert Maßnahmen gegen Affenpocken" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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