„Tatort“-Kommissar Günter Lamprecht gestorben

Der Schauspieler Günter Lamprecht, aufgenommen am 17.12.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen)
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Der mit Fassbinder-Filmen und als „Tatort“-Kommissar berühmt gewordene Schauspieler Günter Lamprecht ist tot. Er starb am 4. Oktober im Alter von 92 Jahren in Bad Godesberg in Bonn, wie seine Agentin Antje Schlag am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Für seine Paraderolle des Franz Biberkopf in Rainer Werner Fassbinders Mehrteiler „Berlin Alexanderplatz“ wurde Lamprecht von Kritik und Publikum gefeiert. Popularität erlangte er in den 90er Jahren durch die Rolle des Berliner „Tatort“-Kommissars Franz Markowitz. Lamprecht hinterlässt seine Frau und eine Tochter.

Lamprecht in Berlin geboren

Lamprecht wurde am 21. Januar 1930 in Berlin geboren. Kurz vor Kriegsende wurde er noch als Hitlerjunge eingezogen und in den letzten Kriegstagen verwundet. Wie ZDFheute berichtet, gehörte Lamprecht nach dem Krieg zu einer Gang jugendlicher Diebe: „Wir haben geklaut wie die Raben.“ Ab 1953 nahm er privaten Schauspielunterricht in Berlin.

Er debütierte am Schiller-Theater, es folgte ein festes Engagement am Schauspielhaus Bochum, wohin er nach Stationen auf allen bedeutenden Bühnen Deutschlands 1974 zurückkehrte und unter Peter Zadek spielte. Hier traf er auch das erste Mal auf Rainer Werner Fassbinder. Insgesamt spielte Lamprecht circa 75 Haupt- und Titelrollen am Theater.

Seine erste Film-Hauptrolle spielte Lamprecht 1976 in „Das Brot des Bäckers“ und gewann damit den Lubitsch-Preis. Es folgten weit mehr als 150 Film- und Fernsehrollen, begleitet von zahlreichen Ehrungen.

dpa/seh