Vor zehn Jahren Polizeitaucher suchen im Kanal nach Tatwaffe

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Am Datteln-Hamm-Kanal in Waltrop ist ein Taucher im Wasser, zudem sind zwei Polizisten zu sehen.
Im Datteln-Hamm-Kanal suchte im Jahr 2012 die Polizei nach der Tatwaffe, mit der in der Nacht zum 25. Oktober ein Wohnungsloser (72) in Waltrop angeschossen wurde. © Tobias Ertmer (Archiv)
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Zuletzt waren Polizeitaucher vor rund einem Monat in Waltrop am Werk – als die Nachricht die Runde machte, dass nahe dem Schiffshebewerk ein Kind in den Kanal gefallen sein könnte. Das erwies sich gottlob als falsch. Aber vor zehn Jahren waren ebenfalls Polizeitaucher im Datteln-Hamm-Kanal – an der Borker Straße suchten sie nach einer Tatwaffe, wie die Waltroper Zeitung am 17. November 2012 berichtete.

Schwerverletzter schleppt sich bis zum Park

Gesucht wurde eine Tatwaffe, mit der in der Nacht zum 25. Oktober 2012 auf einen 72-jährigen Wohnungslosen geschossen worden war. Durch Zeugenhinweise hatte die Mordkommission herausfinden können, dass sich der Tatort im Bereich zwischen Industriestraße und Schmiedeweg befand. Der schwer verletzte Mann hatte sich anschließend bis zu einer Bank im Moselbachpark (Riphausstraße) schleppen können und war dort gefunden worden. „Mittlerweile ist er außer Lebensgefahr“, hieß es in dem Bericht aus November 2012. Allerdings waren seine Aussagen zu der Tat unklar. Daher hoffte die Polizei, auf der Tatwaffe noch Spuren zu finden.

Nach etwa 90 Minuten unter Wasser hat der Polizeitaucher das abgegrenzte Suchfeld durchsucht – dabei musste er sich über den etwa vier Meter tiefen Grund tasten, die Sicht betrug nur 30 Zentimeter. Doch von der möglichen Tatwaffe fehlte jede Spur; die Suche wurde abgebrochen. Die Wasserschutzpolizei gab den Kanal nach knapp zwei Stunden wieder für den Schiffsverkehr frei.