Vor zehn Jahren Kriminalität schreckt die Waltroper Bürger auf

Redakteur
Der Durchgang an der Woolworth in Waltrop.
An der Woolworth wurde vor zehn Jahren eine Rentnerin überfallen. © WZ-Archiv
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Eine 82-Jährige wird auf ihrem Weg von der Hochstraße zum Parkplatz hinter der Woolworth angegriffen. Ein Mann versucht, das Portmonee aus ihrem Einkaufskorb zu stehlen. Das passiert an einem Freitag gegen 13 Uhr. Zwei Mädchen machen vor der Woolworth einen Decken-Flohmarkt. Sie werden von älteren Jugendlichen drangsaliert und bedroht, das Spielzeug wird weggetreten. Das passiert an einem Samstag zwischen 17 und 18 Uhr.

Eine Anzeige hat die ältere Frau, die nicht möchte, dass ihr Name in der Zeitung steht, nicht aufgegeben. „Waltrop hat doch keine Polizei mehr“, sagt sie und ist überrascht, als sie das Gegenteil hört. Sie hat sich am Tag nach dem Überfall an Mitglieder des Seniorenbeirat gewandt.

„Bei Gewalttaten immer sofort 110 wählen“

„Die Polizei hat mir gesagt, sie habe kein Auto“, berichtet unser Leser, der mit einer Woolworth-Mitarbeiterin den Mädchen mit dem Deckenflohmarkt geholfen hat. Er ist ärgerlich: „Es gibt keine Ordnungskräfte, kein Mensch unternimmt was.“

Polizeisprecher Michael Franz sieht das ganz anders: „Es sind uns keine großen Probleme bekannt.“ Er rät, jedes Delikt anzuzeigen, und im Zweifel immer sofort die Notrufnummer der Polizei „110“ anzurufen: „Nur so können wir schnell reagieren.“ Als erste Reaktion auf die Übergriffe im Oktober und November sagt Franz: „Wir werden dort jetzt verstärkt Streife fahren.“